Presse

Momune (50ccm Zine)
Künstler:   Jussi Toivola
Song:        Suse schnauft
Label:        unveröfffentlicht
Jussi, du alter Sphärenbastler, da haste ja dein dilletantisches Klavierspiel gekonnt im          Elektrosmog versteckt! Das geschulte Ohr erkennt deinen Täuschungsversuch. Aber: Soweit ich weiß ist Jussi in sehr ärmlichen Verhältnissen in Finnland aufgewachsen und seine Eltern konnten ihm keinen Klavierunterricht bezahlen – geschweige denn ein Klavier! – , und dafür hat er in dieser doch kurzen Zeit mit dem Tasteninstrument sein Talent bewiesen!
Jussi, weiter so! Nur die Zeit und die Umstände sind Schuld daran, dass nur sehr wenige Leute das Genie in dir sehen.

Sebastian Kötz (Slam-Zine)

Künstler: Jussi Toivola
Album:    Jenseits der Angst
Label:    
Tanz Auf Ruinen Records

Kreativmenschen aus dem harten Musikbereich betonen gerne, dass sie ihre Einflüsse schon immer genrefremd bezogen haben. Dass hier der Bereich Elektro von besonderer Bedeutung ist zeigen Beispiele wie THE EYE OF TIME oder IGORRR. Die Fließrichtungen zwischen den Stilen, Sounds, Kollektiven und Bands sind vielfältig. Daher verwundert es nicht, dass JUSSI TOIVOLA, so der Name des Soloprojekts von Ex-PITFALL-Gitarrist Johannes Reissmüller, für „Jenseits der Angst“ Leute von FJØRT, den Soundfricklern von MONOPHONIST und dem BUNDESJAZZORCHESTER für seine Aufnahmen ins Boot holen konnte. Das Mastering – besorgt von niemand geringerem als ALAN DOUCHES – veredelt die durchweg organische Produktion Jonathan Hoffmanns. Das mit meditativ-repetitiven Kristallgitarren beginnende „Stimmen“ schwingt sich über ein funky Schlagzeug und Vocalsamples in die Soundfarbe blau: kühl, aber nicht unfreundlich. Mit dem Titeltrack steht ein vollwertiger Rocksong mit zwingender Hookline und viel Dynamik im Zentrum. Seine Härte bezieht er nicht aus einem bestimmten (Gitarren- oder Schlagzeug-) Sound, sondern durch präzises Spiel und die stimmigen, delayschwangeren Wechsel. Selbst „Voran“, der schwächste Song von JUSSI TOIVOLA, vermag sich in ein euphorisches wenn auch viel zu kurzes Finale, das Aufhorchen lässt, retten. Die Enden des Soundreigens werden im Drum `n Bass-Track „Alles fließt (nichts bleibt?)“ zusammengeführt: Ein hypnotischer, fast düsterer Sphären-Dance-Track, der große Lust auf mehr macht. Bravo, JUSSI TOIVOLA. Das ganze kommt natürlich in einem stimmungsvollen Artwork.

Sebastian Kötz (8/10)


Stefan Peuser (Vegan Rock City)

Jussi Toivola – Jenseits Der Angst – CoverSphärische Stimmen, die in der Stille schweigen. Verständigung und Einvernehmen ohne eine einzige Silbe. Worte und Sinn erklingen durch sanfte Töne, durch eine gefühlvolle Atmosphäre. Man spürt Sehnsucht nach Ruhe und Harmonie. Findet die Fülle des Seins Jenseits der Angst. Eine Suche bis zum tiefsten Grund, mit den eigenen Händen gegraben. Die innere Angst überwunden, hinter sich gelassen, Seelenfrieden gefunden, geht man schließlich Voran. Fühlt, was sich hinter all dieser Stille verbirgt und wird was man ist. Ambiente sanfte Klänge weisen den Weg und man beginnt zu verstehen, dass Alles fließt. Ein unendlicher Kreislauf zwischen Sterben und Werden.

Jenseits der Angst ist das Debutalbum von Jussi Toivola alias Johannes Reißmüller. Vier verträumte und herzliche Stücke, die durch eine fesselnde ambiente Stimmung zu gefallen wissen. Ihren ganz besonderen Reiz jedoch in fragilen Punkrock- und Hardcoremomenten sowie durch die charismatischen Stimmen von David Frings (Fjort) und Sebastian Müller (Captains Diary) entfalten. Eine Scheibe für verträumte Minuten während der Himmel sich beim Sonnenuntergang rot verfärbt.

Jussi Toivola – Jenseits der Angst

VÖ: 08. August 2014
Label: Tanz auf Ruinen

Tracklist
01. Stimmen
02. Jenseits der Angst
03. Voran
04. Alles fließt (nichts bleibt?)

Hinweis: Die Einleitung basiert auf den Textpassagen der Songs. Das Bildmaterial und eine Promoversion des Albums wurden mir freundlicherweise von Tanz auf Ruinen zur Verfügung gestellt.

 

Tim Masson (Ox-Fanzine)

JUSSI TOIVOLA – Jenseits der Angst
CD // Tanz auf Ruinen // www.tanzaufruinen.de // Der ehemalige PITFALL-Gitarrist Johannes Reissmüller hat sich als JUSSI TOIVOLA ein neues musikalisches Zuhause geschaffen, welches so gar nichts mit seiner vorherigen Metalcore-Truppe gemein hat. Auf „Jenseits der Angst“ hat Reissmüller vor allem große Lust, zu experimentieren und sich weitestgehend genreunabhängig zu bewegen. Insgesamt sind die vier Debüt-Tracks sehr elektronisch ausgefallen und bilden eine atmosphärische Mixtur aus Ambient, Drum’n’Bass und Post-Rock. Als Gastmusiker mischen unter anderem David Frings (FJØRT) und Sebastian Müller (CAPTAIN’S DIARY) als Stimmenspender mit und das Mastering stammt von keinem Geringeren als Alan Douches. Insgesamt vermisse ich ein wenig den „roten Faden“ zwischen den einzelnen Songs, aber der wird sicherlich spätestens beim ersten Album gespannt.
Tim Masson

 

Mika (Trust – Punk/Hardcore/Underground Ausgabe Dezember/Januar 2014/2015)

Jussi Toivola – Jenseits der Angst Wenn es so etwas wie Post-Indierock gibt, dann vielleicht das hier. Stark melodischer fast schon poppiger Posthardcore mit lyrisch anmutenden Texten.  Insgesamt vier Songs, davon ein instrumentales Intro. Vor allem der Titelsong “Jenseits der Angst” gefällt mir sehr gut. Dazu kommt eine schöne, düstere Aufmachung und Goethe wird auch noch zitiert. (mika) Tanz auf Ruinen